Schwarze Flocken

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Neben dem Museum Würth 2 in Künzelsau beherbergt ein neuer Pavillon Anselm Kiefers Gemälde Schwarze Flocken (2007). Das großformatige Werk, ausgeführt in Kiefers charakteristischer Mischtechnik aus Öl, Emulsion, Schellack, Erde und Zweigen, spielt auf das gleichnamige Gedicht von Paul Celan an, das die tiefgreifenden Erfahrungen des Holocaust reflektiert. Mit einer Höhe von 11 Metern und einer Breite von 7,10 Metern ist es das größte Werk Kiefers in der Sammlung Würth und konnte aufgrund seiner Dimensionen bisher nicht ausgestellt werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler erhält es nun einen eigenen architektonischen Rahmen. Dieser Bau ist exakt auf das Werk zugeschnitten und ermöglicht dessen erstmalige öffentliche Präsentation.
Schwarze Flocken ist der Titel eines frühen Gedichts von Paul Celan, das 1943 in Czernowitz entstand, nachdem der Dichter die Nachricht vom Tod seines Vaters in einem der Lager in Transnistrien erhalten hatte. In dem Gedicht ist von ukrainischen Bergwerken die Rede, in denen Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten.


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